Landtagswahlen 2026 im Überblick
In diesen fünf Bundesländern wird ein neuer Landtag gewählt:
- 8. März: Baden-Württemberg
- 22. März: Rheinland-Pfalz
- 6. September: Sachsen-Anhalt
- 20. September: Berlin
- 20. September: Mecklenburg-Vorpommern
Die politische Ausgangslage sieht in jedem Bundesland unterschiedlich aus. Es gibt jedoch auch gemeinsame Themen. So blicken viele mit Sorge darauf, wie viele Wählerstimmen die AfD in den einzelnen Bundesländern bekommt und welche Folgen dies für die Regierungsbildung haben kann. Auch bundespolitische Debatten haben häufig Einfluss auf Landtagswahlen.
Unsere Linktipps
- Zur allgemeinen Ausgangslage in den einzelnen Bundesländern: https://www.das-parlament.de/inland/bundeslaender/diese-fuenf-landtagswahlen-stehen-in-2026-an
- Baden-Württemberg: https://www.landtagswahl-bw.de/
- Rheinland-Pfalz: https://www.wahlen.rlp.de/landtagswahl
- Sachsen-Anhalt: https://wahlen.sachsen-anhalt.de/zu-den-wahlen/landtagswahl
- Berlin: https://www.berlin.de/wahlen/wahlen/berliner-wahlen-2026/
- Mecklenburg-Vorpommern: https://www.laiv-mv.de/Wahlen/Landtagswahlen/2026/
Unterrichtsideen
Wir haben für euch verschiedene Impulse zusammengestellt, die sich ohne großen Zeitaufwand im Kontext der Landtagswahlen umsetzen lassen, jeweils differenziert nach Sek. I (Klasse 7 bis 10) und Sek. II.
Sekundarstufe I (Klasse 7–10)
Gemeinsames Ziel der folgenden Ideen ist es, bei den Lernenden ein Grundverständnis für Landtagswahlen, Parteien und Landespolitik aufzubauen.
„Wofür ist eigentlich der Landtag zuständig?“
- Einstieg über fiktive Zeitungsschlagzeilen, z.B. „Bundestag beschließt Krankenhausreform“, „Rückkehr zum 9-jährigen Abitur in Baden-Württemberg“, „Gebühren für Müllabfuhr steigen in Mainz“. Pro politische Ebene (Bund, Länder und Gemeinde) sollte es mindestens zwei Schlagzeilen geben.
- Auftrag an die Lernenden: Ordnet die Schlagzeilen Bund, Ländern und Gemeinden zu (entweder gemeinsam im Plenum oder in Kleingruppenarbeit mit anschließender Besprechung im Plenum).
- Austeilen des Arbeitsblatts „Übersicht der drei politischen Ebenen“.
- Bearbeitung der Aufgaben 1 und 2 auf dem Arbeitsblatt (ggf. in Partner- oder Gruppenarbeit). Aufgabe 3 kann auch im Plenum diskutiert werden.
Wahl-O-Mat auf Landesebene nutzen
- Wie bei der Bundestags- oder Europawahl bietet die Bundeszentrale für politische Bildung auch für jedes Bundesland einen Wahl-O-Mat (https://www.bpb.de/themen/wahl-o-mat/) an. Dieser startet ca. vier Wochen vor der jeweiligen Wahl.
- Zum Einsatz des Wahl-O-Mat im Unterricht findet ihr hier Hinweise und Tipps: https://gewi-im-unterricht.de/bundestagswahl-2025-der-wahl-o-mat-im-unterricht/
- Optionale Diskussion: Warum unterscheiden sich Wahl-O-Mat-Fragen je nach Bundesland? Welche Themen sind „typisch Landespolitik“?
Parteienvergleich „light“
- Arbeitsteiliger Vergleich der Wahlprogramme der jeweils wichtigsten Landtagsparteien zu ausgewählten landespolitischen Themen. Aufgrund der Schülernähe bietet sich das Thema „Bildung“ an. Auch die Themen „Verkehr“ oder „Sicherheit/Polizei“ haben einen Bezug zur Lebenswelt der Jugendlichen.
- Die Visualisierung kann z.B. in Form von Plakaten oder einer Präsentation erfolgen.
Sekundarstufe II
In der Oberstufe könnt ihr bei den Wahlprogrammen tiefer einsteigen oder euch anlässlich der Landtagswahlen auf Vor- und Nachteile des föderalen Systems konzentrieren.
Wahlprogramme im Vergleich
- Arbeitsteilige Analyse und Vergleich der Wahlprogramme (in Auszügen) der jeweils wichtigsten Landtagsparteien (z. B. im Anschluss an den Wahl-O-Mat-Einsatz).
- Leitfragen: Welche Probleme werden benannt? Welche Lösungsansätze dominieren?
- Die Reflexion kann auf Unterschiede zwischen Bundes- und Landesebene eingehen.
Föderalismus – Zuständigkeiten von Bund und Ländern diskutieren
- Vorwissen aktivieren: Bundesstaat, Gewaltenteilung, Föderalismus, Aufgaben von Bund, Ländern und Gemeinden (siehe oben)
- Arbeitsteilige Erarbeitung von Vor- und Nachteilen des Föderalismus am Beispiel der Bildungspolitik: Die eine Hälfte der Lernenden sammelt Vorteile, die andere Hälfte konzentriert sich auf die Nachteile.
- Vorteile: historische Lehre aus dem Nationalsozialismus, regionale Gestaltungsspielräume/ Subsidiarität, Wettbewerb kann Innovationen fördern, Arbeitsteilung
- Nachteile: mangelnde Vergleichbarkeit, fehlende Standards, mögliche Ungerechtigkeiten, „Flickenteppich“, Ineffizienz, langwierige Entscheidungsfindung
- Präsentation der Ergebnisse und Urteilsbildung im Plenum: Braucht Deutschland mehr Einheitlichkeit in der Bildung? Oder stärkt Föderalismus Vielfalt und Qualität? Profitieren alle Bundesländer gleichermaßen vom Bildungsföderalismus?
Das teachkit „Politische Beteiligung“ – Demokratie verstehen, Zukunft gestalten!
Auch mit teachkit könnt ihr die Landtagswahlen ohne Aufwand im Unterricht behandeln. Die fertigen Unterrichtseinheiten beinhalten didaktische Hinweise und viele Materialien zum Download.

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Zum teachkit „Politische Beteiligung“
Im teachkit „Politische Beteiligung“ entdecken eure Lernenden:
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