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Geschichte, Geographie, Politik und Wirtschaft

Die Terroranschläge des 11. Septembers 2001 und ihre Folgen

Nur wenige Ereignisse haben weltweit so tiefgreifende Spuren hinterlassen wie die Terroranschläge vom 11. September 2001. Der folgende Unterrichtsimpuls verknüpft dabei individuelle Erinnerungen an dieses Ereignis mit einer Betrachtung der globalen gesellschaftlichen und politischen Auswirkungen bis heute.

Für die Schülerinnen und Schüler ist der 11. September weit entfernte Geschichte. Wie sehr sich dieses Ereignis bis heute auf die internationale Politik auswirkt und gesellschaftliche Wahrnehmungen prägt, ist ihnen kaum oder gar nicht bewusst.

In einem ersten Schritt empfiehlt es sich, die Schülerinnen und Schüler zunächst Eltern, Großeltern oder andere Zeitzeuginnen und Zeitzeugen über deren Erinnerungen an den 11. September 2001 befragen zu lassen. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse und ggf. dabei entstandene Fragen sollten anschließend kurz skizziert und in der Klasse/im Kurs vorgetragen werden. Dem Zusammentragen der Ergebnisse können einige Bildimpulse zum 11. September vorangestellt werden. Bei Schülerinnen und Schülern vorhandene Verständnisfragen können an dieser Stelle direkt geklärt werden.

Gleichzeitig lassen sich eventuell auffallende Unterschiede in den Erinnerungen und darin enthaltene Wertungen der Befragten analysieren und in den zeitlich-gesellschaftlichen Kontext einbetten.

Anschließend erfolgt in Partner- oder Gruppenarbeit eine intensive Beschäftigung mit der amerikanischen Innen- und Außenpolitik infolge der Anschläge sowie dem Internierungslager Guantánamo Bay Naval Base. Abschließend sollten in der Klasse/im Kurs langfristige politische und gesellschaftliche Folgen (Gegenwartsbezug) herausgearbeitet und diskutiert werden. Denkbar wäre auch, bis heute nachwirkende, nach dem Anschlag des 11. September entstandene langlebige Stereotype oder Vorurteile herauszuarbeiten und in der Klasse/im Kurs zu problematisieren.

Einbettung im Unterricht

Doppelstunde im Kontext zur Geschichte der USA oder im Rahmen der Thematik internationale Beziehungen.
Mithilfe der folgenden Arbeitsvorschläge lässt sich die Doppelstunde strukturieren:

Vorbereitend:

  1. Befragen Sie Eltern, Verwandte oder Bekannte: Wie erlebten sie damals die Nachrichten zum Anschlag und inwieweit hat sie das Ereignis bis heute geprägt?

Während der Unterrichtsstunde:

  1. Tragen Sie die Ergebnisse Ihrer Interviews in der Klasse zusammen. Worin unterscheiden sich die Erinnerungen, wo gibt es Ähnlichkeiten? Wie prägend wurde das Ereignis empfunden? Was irritiert Sie ggf.?
  2. Diskutieren Sie multiperspektivisch die Symbolkraft der brennenden Zwillingstürme des World Trade Centers.
  3. Informieren Sie sich, wie die US-Regierung auf die Anschläge innen- und außenpolitisch reagierte.
  1. Informieren Sie sich über das Internierungslager Guantánamo Bay Naval Base. Formulieren Sie Thesen über den Charakter und die Symbolkraft dieses Gefängnisses.
  2. Formulieren Sie auf Basis eigener Recherchen Thesen zu politischen und gesellschaftlichen Folgen der Terroranschläge des 11. Septembers auch in Deutschland.

Recherchetipp:

Und nichts ist wie zuvor? Die Welt nach dem 11. September. Podcast der Bundeszentrale für politische Bildung zum Thema: Terrorismus – Strategie des Schreckens.

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Über den Autor

Björn Opfer-Klinger

Dr. Björn Opfer-Klinger ist ein deutscher Historiker und Politikwissenschaftler. Er arbeitet im Jugend- und Erwachsenenbildungsbereich.

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