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Debatte des Monats (04/26): Sollten junge Menschen bereits ab 16 Jahren wählen dürfen?

In Baden-Württemberg durften im März erstmals auch 16- und 17-Jährige den neuen Landtag wählen. In Rheinland-Pfalz gilt hingegen weiterhin ein Mindestalter von 18 Jahren für Erstwählerinnen und -wähler. Ebenso in Sachsen-Anhalt, doch nicht Berlin und Mecklenburg-Vorpommern, die im September einen neuen Landtag bzw. das Abgeordnetenhaus wählen. Ist dieser Flickenteppich gerechtfertigt? Welche Argumente sprechen für und gegen ein einheitliches Wahlalter ab 16? Eine spannende Debatte, die eure Schülerinnen und Schüler unmittelbar betrifft.

Politische Entscheidungen betreffen Kinder und Jugendliche oft direkt. Jüngere Menschen spüren die Auswirkungen von Entscheidungen viel länger als ältere. Außerdem sind junge Menschen echte Experten in eigener Sache. Sollten sie deshalb auch schon früher mitentscheiden dürfen? Oder sind sie noch nicht reif genug? Sind Jugendliche zu leicht zu beeinflussen und neigen sie bei Wahlentscheidungen zu den politischen Rändern? Welche Risiken hätte eine generelle Absenkung des Wahlalters? Und welche Chancen für das Gefühl von Selbstwirksamkeit und die Repräsentation junger Standpunkte – kurzum für die Zukunftsfähigkeit der Demokratie – hätte die generelle Absenkung des Wahlalters auf der anderen Seite?

Mit verschiedenen Pro- und Contra-Perspektiven aus der Debatte des Monats und unserem Arbeitsblatt könnt ihr euch diesen spannenden Fragen widmen. Mit der  vorgeschlagenen Methode „Elevator Pitch“ fordert ihr eure Lernenden heraus, engagiert und kurz ihre Kernbotschaft zu präsentieren und ihren Standpunkt zu begründen. Innerhalb von 30 bis 60 Sekunden – der Dauer einer Fahrstuhlfahrt – sollen sie in rhetorischer Rede möglichst überzeugend auftreten. Die Abstimmung in der Klasse wird zeigen, ob ihnen das gelungen ist und welche Argumente bei ihnen am stärksten wirken.

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Über die Autorin

Kathrin Liersch

Redakteurin Abteilung Gesellschaftswissenschaften beim Ernst Klett Verlag in Leipzig

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