Fachkräftemangel in Deutschland
Fakt ist: Aufgrund des demografischen Wandels fehlen der Wirtschaft Arbeitskräfte. Dieses Problem wird sich in den kommenden Jahren noch verschärfen, trotz Zuwanderung. Die Gesellschaft altert, aber es kommen nicht genügend junge Menschen nach. Gleichzeitig arbeiten nach Angaben des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) 40,1 Prozent der Arbeitnehmenden in Teilzeit. Fast die Hälfte der Frauen arbeitet nicht in Vollzeit.
Wäre mehr Vollzeitarbeit das richtige Rezept?
Darüber, dass es der Wirtschaft insgesamt an geleisteter Arbeitszeit fehlt, sind sich viele einig. Doch während die einen über mangelnde Leistungsbereitschaft, die Vier-Tage-Woche und einen Trend zu mehr Work-Life-Balance klagen, verweisen andere darauf, dass ohne das Recht auf Teilzeitarbeit die Gesamtzahl der Erwerbstätigen geringer wäre. Denn die Teilzeitarbeit ermöglicht es vor allem Frauen, neben Kinderbetreuung und Altenpflege überhaupt berufstätig zu sein. Ist es also eher ein strukturelles Problem, das mit Investitionen z. B. in die Kinderbetreuung zu lösen wäre? Oder:
Sinkt die Leistungsbereitschaft − vor allem bei jüngeren Menschen, die noch etwas „vom Leben haben wollen“?
Mit der Debatte des Monats und unserem Arbeitsblatt können sich eure Schülerinnen und Schüler mit den verschiedenen Fakten und Argumenten aktiv auseinandersetzen und mithilfe einer Positionslinie einen eigenen Standpunkt einnehmen.


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