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Automobilindustrie (Teil 1): Wie wir uns in Deutschland bewegen

Die deutsche Automobilindustrie ist in der Krise. In China werden die Fahrzeuge gegenwärtig durch Subventionen künstlich vergünstigt, sodass es deutschen Marken schwerer fällt, gute Gewinne zu erzielen. Dabei ist die Automobilindustrie als Hauptarbeitgeber im Industriebereich extrem wichtig für Deutschland. Wie ihr dieses Thema im Unterricht aufgreifen könnt, erfahrt ihr in diesem Beitrag.

Die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 5/ Sek. I erhalten in insgesamt drei Doppelstunden („Wie wir uns in Deutschland bewegen“, Teil 1 mit einer Doppelstunde und „Deutsche Automobilindustrie in der Krise“, Teil 2 mit zwei Doppelstunden) Einblick in den Verkehr auf deutschen Straßen, die Entwicklung der Automodelle und die Krise. Außerdem wird durch die beispielhafte Betrachtung der Standorte von Skoda verdeutlicht, wie global aufgefächert die Produktion ist.

Einbettung im Unterricht

Lernvoraussetzungen: Die SuS sollten bestenfalls aus der Voreinheit zu Landwirtschaft das Nachhaltigskeitsdreieck kennen. Beispielhaft können sie hierfür das doppelseitige AB nutzen. Die Erkenntnisse zur Nachhaltigkeit (noch sprechen einige Kinder von gut oder weniger gut) werden auf dieses neue und komplexere Thema übertragen. Die Doppelstunde gehört zum Thema Industrie, welches z. B. in Schleswig-Holstein in der 5. Klasse unterrichtet wird.

Einstieg

Die Lehrperson zeigt als Einstieg die Folie „PPT – Wie wir uns in Deutschland bewegen“. Das Material könnt ihr unter diesem Link downloaden: Klett Folie „Wie wir uns in Deutschland bewegen“.

Gemeinsam mit den SuS werden zentrale Aspekte der Folie benannt. Hierzu gehören
– Benennung der Verkehrsmittel
– und ihrer Bedeutung: Hier muss darauf hingewiesen werden, dass die Tortenstücke zusammen 100% ergeben und der Anteil der Verkehrsmittel überschlagen werden muss.

Schritt eins

Die Aufgabe unter der Grafik fordert, dass ein Text geschrieben werden soll. Hierzu wird das Arbeitsblatt „Wie wir uns in Deutschland bewegen“ ausgeteilt. Die SuS sollen nach dem Plenumsgespräch nun in einem Text das Wichtigste notieren und dabei auch Zahlen nutzen. Diese Texte werden nach zehn Minuten im Plenum vorgelesen. Das Arbeitsblatt könnt ihr unter diesem Link downloaden: Klett Arbeitsblatt „Wie wir uns in Deutschland bewegen“.

Schritt zwei

Erst im zweiten Schritt wird wieder auf die Anfangsgrafik geschaut und bewertet, ob die Verteilung der Verkehrsmittel im Hinblick auf die Bemühungen, Kohlenstoffdioxid in der Menge zu reduzieren, nachhaltig sind. Hier kann es sein, dass kein Bezug zu Nachhaltigkeit hergestellt werden kann. In diesem Fall wird ein Blick auf diese Quelle geworfen: Verkehr in Zahlen – Bundesministerium für Verkehr.

Auf Seite 131 findet sich eine Grafik, die eindeutig zeigt, dass die PKW-Menge in Deutschland sehr stark zugenommen hat. Die SuS bringen hier eventuell den Einwand, dass davon natürlich auch die E-Autos einen Anteil ausmachen. Der Anteil liegt 2025 bei unter 6 %.

Schritt drei

Nach einer Klärung der Aufgabenstellung eignet sich hier eine Gruppenarbeit zu dritt. Die Aufgabe auf dem Arbeitsblatt verlangt nur, dass die Kinder den Aspekt Umwelt selbst überlegen und ein Urteil von 0-5 fällen. Die übrigen Aspekte können schnelle Teams zwar auch absolvieren, aber sonst erfolgt diese einfach im Plenum. Der Horizont muss bitte vor dem Ausdrucken gelöscht werden. Er dient hier nur als Ideensammlung.

Am Ende der Doppelstunde sollten die SuS ihre Dreiecke ergänzt haben und präsentieren. Möglich ist auch, dass als Hausaufgabe oder als Konsolidierung die Ergebnisse in einem Fließtext festgehalten werden.

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Daniel Bewernick-Green

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3 Kommentare

  1. Karl-Heinz Tack 15. Oktober 2025 um 16:34 Uhr - Antworten

    Wir haben Oktober 2025. Auf jeder modernen Fahrzeugkarosserie sind ca 5qm einseitig gewölbte Montagefläche für Photovoltaikelemente frei. Dies solange die vergleichbare wirksamer Photovoltaikvolllackierung noch keine Marktdurchdringung erfahren hat. 1MWh/qm/a ist der Einstrahlungsfaustwert. Am Tag 23 Stunden werden die Fahrzeuge, knapp 50 Mio.in diesem Land, nicht bewegt. Die Prognose von hier würde auf ein Viertel bis ein Drittel substituierbarer Antriebsleistung lauten. Jahrzehnte von experimentellem Solarwagenbau von Seiten internationaler Studententeams liegen hinter uns. 1600W Leistung aus 6qm machen diese Versuchsfahrzeuge im Schnitt 100km/h schnell. Und immer noch ist die Menge an schwacher, ungenutzter Energie an den Karosserien, im Fahrgastraum und über den Asphaltdecken der Fahrbahnen, wie auch unter den versiegelten Oberflächen der Siedlungen, an Fassaden und über den Dachdeckungen.

    • Henriette Joseph 22. Oktober 2025 um 11:37 Uhr - Antworten

      Sehr geehrter Herr Tack, vielen Dank für Ihren Impuls, der das Unterrichtsthema sinnvoll ergänzen kann. Forschungsinstitute sowie Automobilhersteller arbeiten stetig daran, dass Autos mit nachhaltig produziertem Strom angetrieben werden können. Eine gute Idee ist es, die Energie unterwegs dort zu gewinnen, wo sie gebraucht wird. Also Solarenergie direkt vom Autodach. Da das Potenzial groß ist, planen einige Fahrzeughersteller, Solarzellen in die Karosserie oder Solarmodule in Autodächer einzubauen. Nähere Informationen zu diesem Thema finden Sie z. B. auf den Seiten des Fraunhofer-Institutes für Solare Energiesysteme ISE.

  2. Johannes Bohle 1. Dezember 2025 um 14:52 Uhr - Antworten

    Die Abbildung erstaunt. Laut Abbildung bewegen wir uns in Deutschland mit dem Flugzeug, dem PKW, dem Bus und der Bahn. Niemand ist zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs.

    Dazu ein Hinweis: Verkehrsleistung wird in Personenkilometern gemessen. Darauf aufbauend lassen sich Anteile darstellen. Die aktuellsten Daten für Deutschland finden sich in der Untersuchung „Mobilität in Deutschland 2023“ (hier der Kurzbericht: https://www.mobilitaet-in-deutschland.de/pdf/MiD2023_Kurzbericht.pdf). Dort lassen sich folgende Anteile am Modal Split bezogen auf die Verkehrsleistung ablesen: zu Fuß 4%, mit dem Rad 4%, mit dem ÖV (darin eingeschlossen: Flugzeuge) 19%, mit dem PKW 73%.

    Richtig interessant ist die Verkehrsleistung, wenn sie (beispielsweise mit dem Modal Split der Wege) kontextualisiert wird…

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