Seit 1996 gehören sie zum Straßenbild in deutschen und vielen europäischen Städten: die Stolpersteine „gegen das Vergessen“. Die Gedenktafeln aus Beton und Messing weisen auf den letzten selbstgewählten Wohnort von Verfolgten in der Zeit des Nationalsozialismus hin. Sie sollen zum Innehalten, Nachdenken oder Nachforschen anregen. Über 100.000 Steine hat der Künstler und Initiator Gunter Demnig seither weitestgehend selbst verlegt – in über 1.200 Kommunen in Deutschland und in über zwanzig Ländern Europas.
16.000 Stolpersteine in NRW digital kartographiert
Gut 16.000 Stolpersteine liegen in Nordrhein-Westfalen. In einem umfangreichen Projekt hat der WDR sie digital erfasst und kartographiert. So kann man gezielt Stolpersteine in der direkten Umgebung, in der Heimatstadt oder an unterrichtsrelevanten Orten ansteuern. Hintergrundinformationen zum Nationalsozialismus, biographische Angaben zu den Opfern, Mini-Hörspiele, Graphic Novels und Unterrichtsmaterial ermöglichen einen multimedialen und multidimensionalen Zugang. Alle Zusatzmaterialien sind online verfügbar und in einer App abrufbar. Auch mögliche Exkursionsrouten wurden zusammengestellt.
Man kann die Steine über eine Karte ansteuern und zur besseren Übersichtlichkeit nach speziellen Kriterien wie Geburtsjahr oder Deportationsort filtern. Das alles macht die „Stolpersteine NRW“ zu einer wahren Fundgrube für den Unterricht – nicht nur in Nordrhein-Westfalen.
Wer das Angebot nicht nur nutzen, sondern als Schule oder Klasse mitwirken und eigene Inhalte beisteuern will, kann sich registrieren und wird vom Projektteam kontaktiert und beraten. Von der einfachen Nutzung der bereitgestellten Materialien bis zur aktiven Weiterentwicklung der Stolpersteine ist also vieles möglich und die Webseite auf jeden Fall einen Besuch wert!


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