Wenn Atlaskarten Indizes abbilden (wie beispielsweise die Karte 233.6 zum Weltrisikoindex in der aktuellen Ausgabe des Haack Weltatlas 2022), sind die jeweiligen Berechnungsfaktoren meist nur abstrakt skizziert. Damit die mithilfe der Karte erarbeiteten Themen für Schülerinnen und Schüler greifbarer werden, benötigen sie vertiefende Hintergrundinformationen. Außerdem sind Atlaskarten statisch – sie bilden den bei Veröffentlichung aktuellen Datenstand ab. Aus dem Vergleich mit den aktuellen Veränderungen ergibt sich jedoch wertvolles didaktisches Potenzial.
Auf der Website zum aktuellen Weltrisikobericht finden Schülerinnen und Schüler die notwendigen Hintergrundinformationen für eine vertiefte Kartenanalyse. Die Seite liefert eine aktuelle Karte der Risikoverteilung, eine detaillierte Grafik zur Zusammensetzung der Berechnungsfaktoren des Index, Erläuterungen zu verschiedenen Einflussfaktoren und Risikoauswirkungen und – ggf. für eine Projektarbeit – die Weltrisikoberichte seit 2011.
Einbettung des Weltrisikoindex im Unterricht
Der Weltrisikoindex und die Webseiten bieten neben Informationen zur Hintergrundrecherche auch die Möglichkeit, anhand der Haack Atlaskarte 233.6 die Veränderungen seit der Datenerhebung 2020 nachzuvollziehen. Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II könnten – sowohl im Geographie- als auch im Politikunterricht – beispielsweise die Veränderungen im aktuellen Weltrisikoindex erarbeiten und anhand eigener Recherchen Begründungen dafür diskutieren.
Zur Ergebnissicherung und Reflexion lohnt als Abschluss einer Unterrichtseinheit ein abstrahierender Blick auf die Faktoren, die die Vulnerabilität gegenüber Naturereignissen erhöhen können. Außerdem könnte im Kurs diskutiert werden, ob die Berechnungskriterien den Erwartungen der Schülerinnen und Schüler entsprachen und welche methodischen Schlüsse sie für die zukünftige Arbeit mit Indizes ziehen würden.


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