Reges Interesse an der Ausschreibung
Der Bundespräsident sprach den Preisträgern und Preisträgerinnen sowie allen Teilnehmenden seinen Dank für deren Engagement, Kreativität und Entdeckergeist aus. Das Thema der aktuellen Ausgabe – Grenzen in der Geschichte – wurde auf verschiedene Arten bearbeitet. Mit über 2200 Beiträgen verzeichnet die aktuelle Runde die höchste Beteiligung seit 30 Jahren. Ob zum Thema deutsch-deutsche Teilung, gesellschaftliche Trennlinien zwischen Männern und Frauen oder Migrationsgeschichten, die Ansätze und gewählten Formate der Beiträge waren mannigfaltig.
„Proberaum der Demokratie“
Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen hätten laut Bundespräsident Steinmeier Mut zur Wahrheit bewiesen, indem sie unbequeme Fragen stellten und (bisher) dürftig beleuchteten historischen Ereignissen auf den Grund gingen. Dem kritischen Umgang mit Informationen komme heute eine besondere Bedeutung zu. In Zeiten von Fake News, Desinformationskampagnen und dem Erstarken antidemokratischer Bewegungen sei das Auseinandersetzen mit Geschichte essenziell für die Demokratie. Der Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten belebe die Erinnerungskultur und fördere den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Er sei ein „Proberaum der Demokratie“, in dem Schülerinnen und Schüler historisch forschend selbst aktiv werden können.
Fünf Gewinnerbeiträge, fünf interessante Themen
- Die Gewinner und Gewinnerinnen fanden unterschiedliche Zugänge zu ihren Themen. Arthur Carlos Kirbach, Theo Balthasar und Tudor Vostinar aus der 12. Klasse des Bismarck-Gymnasiums in Karlsruhe untersuchten in ihrem prämierten Beitrag „Otto Lehmann – Grenzgänger der Wissenschaft“ das Leben sowie die wissenschaftlichen und persönlichen Hürden für den Physiker Otto Lehmann. Dessen Forschung machte moderne LCD-Displays möglich.
- Eine multimediale Form hat die Dresdnerin Florence Gosset gewählt. In ihrem visuell unterlegten Podcast „Die Schwarze Pockau – Černa. Ein Grenzraum erzählt seine Geschichte(n)“ beschäftigte sich die Zehntklässlerin mit dem deutsch-tschechischen Grenzfluss Schwarze Pockau.
- Ebenfalls einem Gewässer (wenn auch etwas größer) hat sich die Hamburger Elftklässlerin Lara Ahlers gewidmet. In ihrer Forschungsarbeit mit dem Titel „Kapitänin ohne Schiff. Annaliese Teetz und ihr Kampf gegen die Ausgrenzung auf See“ befasste sich die Schülerin mit der ersten deutschen Kapitänin Annaliese Teetz und ihrem Kampf für die Gleichberechtigung auf See.
- Die Hamburger Zwölftklässlerin Hanshu Zhang schrieb eine Forschungsarbeit zum Thema „Die Schaffung einer neuen Grenze: Das Ghetto Hongkew“. Diese dreht sich um das Schicksal jüdischer Flüchtlinge in Shanghai. Das Ghetto Hongkew war einer der wenigen verbleibenden Zufluchtsorte nach 1938.
- Eine besondere Form der Darstellung wählten Liora Bühning, Paula Siegert und Tom Roden aus einer 7. Klasse in Münster: Sie erklärten anhand eines Brettspiels mit historischen Figuren die komplexe Geschichte der Münsteraner Täuferbewegung im 16. Jahrhundert.
Der Geschichtswettbewerb in deinem Unterricht
In den folgenden Wochen werden wir diese letzten drei Beiträge in unserem Blog genauer unter die Lupe nehmen und euch zusammen mit spannenden Unterrichtsimpulsen präsentieren. In den Artikeln gibt es zudem Interviews mit den Tutorinnen, in denen wir über Potenziale, Herausforderungen und Tipps für die Teilnahme am Wettbewerb sprachen.
Die Rede des Bundespräsidenten könnt ihr hier nachlesen.
Einen ersten Überblick über die Preisträger und Preisträgerinnen könnt ihr hier erhalten.
Die Serie der letzten Ausgabe des Geschichtswettbewerbs 2023 könnt ihr hier ansehen.


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