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Medientipp: Die Globalisierung am Beispiel digitaler Weltkarten veranschaulichen

Die datenbasierten animierten Weltkarten des Projekts „Worldmapper“ zeigen auf kreative Art und Weise Veränderungen infolge der Globalisierung.

Die Globalisierung am Beispiel digitaler Weltkarten

Die Verwendung von Kartenmaterialien ist im Geographieunterricht von zentraler Bedeutung. Sie bieten eine visuelle Darstellung von Informationen und fördern das räumliche Verständnis sowie globales Bewusstsein. Zudem vermitteln sie komplexe Themen anschaulich und unterstützen interdisziplinäres Lernen.

Forschende der Hallam Universität in Sheffield entwickelten verschiedene datenbasierte animierte Weltkarten, sogenannte „Kartenanamorphoten“. Sie sollen den Betrachtern die Beziehungen zwischen verschiedenen Aspekten der globalen Veränderungen und deren Auswirkungen vermitteln. Die Größen der Landflächen werden dabei nicht proportional zur tatsächlichen Flächengröße, sondern abhängig von frei wählbaren Merkmalen wie Bevölkerung, Erdbebenrisiko oder ökologischem Fußabdruck dargestellt. Das Projekt „Worldmapper“ greift damit die interdisziplinären Aspekte geographischen Kartenmaterials auf und stellt grafisch die verschiedenen Herausforderungen globaler Veränderungen dar.

Die Weltkarten bieten für den Unterricht eine innovative und anschauliche Möglichkeit, ein Verständnis für komplexe globale Zusammenhänge und Herausforderungen zu vermitteln. Sie ermöglichen eine interaktive Auseinandersetzung mit den Daten. Zudem fördern sie das kritische Denken sowie die Forschungs- und Analysefähigkeiten der Lernenden im Umgang mit kartografischen Abbildungen. Die animierten Karten basieren auf realen Daten und Informationen, welche als Datensatz zu jeder Karte zum Download zur Verfügung stehen.

Zudem sind die Karten multidisziplinär einsetzbar und decken verschiedene Themenbereiche wie Wirtschaft, Bildung, Gesundheit und Umwelt ab. Dadurch können sie in verschiedenen Fächern, wie Geographie, Geschichte, Politik, Wirtschaft oder Umweltbildung verwendet werden und eine interdisziplinäre Perspektive bieten. Lernende können bei der Arbeit mit den animierten Karten Muster und Zusammenhänge zwischen verschiedenen Variablen erkennen. Außerdem sind sie in der Lage, Veränderungen im Laufe der Zeit zu verfolgen und deren Ursachen und Auswirkungen zu diskutieren.

Globalisierung am Beispiel digitaler Weltkarten: Einbettung im Unterricht

Am Anschluss an die Arbeit mit den Kartenanamorphoten sollten die Schülerinnen und Schüler ermutigt werden, das Gelernte zu reflektieren und die Bedeutung globaler Veränderungen für ihre eigene Lebenswelt und die Gesellschaft zu bewerten.
Dabei kann in Diskursen die Einnahme unterschiedlicher Perspektiven zu Veränderungen in einem globalen Kontext erfolgen. Dies fördert ein Bewusstsein für die Verflechtungen und Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Regionen der Welt.

Die Lernenden sollten dabei angeregt werden, Fragen und eigene Hypothesen aufzustellen, um die Veränderungen auf den animierten Karten zu erklären. Diese können durch die eigenständige Recherchearbeit erfolgen, z.B. nach bestimmten Ereignissen, die die Veränderungen auf den Karten beeinflusst haben.

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Über die Autorin

Florentine Diersch

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