In einem Design-Thinking-Workshop, konzipiert von der Friedrich Stiftung, befassen sich die Schülerinnen und Schüler unter dem Motto „Europa in der Schule“ intensiv damit, welche Bedeutung die europäische Idee und die EU als Institution für ihren Alltag hat. Zugleich erlernen sie mit Design-Thinking eine kreative, team-orientierte Arbeitsmethode.
Design Thinking ist eine in den USA entwickelte, kooperative Methode, die das Entwickeln von lebensnahen Lösungsideen ermöglicht. Die Schülerinnen und Schüler analysieren Ursachen der gegenwärtigen Europa-Unlust. Sie erarbeiten Lösungen und erstellen Prototypen, die sie anschließend testen.
Ein neuer Zugang zur „Idee Europa“
Auch wenn die Europäische Union den Alltag der Menschen immer stärker bestimmt, bleiben ihre Institutionen und Entscheidungsverfahren abstrakt. Im Unterricht erweist es sich oftmals als schwierig, Schülerinnen und Schülerinnen für dieses Thema zu interessieren und nachhaltige Lernerfolge zu erzielen.
Dieser Unterrichtsimpuls möchte Lehrkräfte in die Lage versetzen, ihren Schülerinnen und Schülern einen neuen Zugang zur Europa-Idee zu geben. Mit dem Material können sie ihre Klasse anleiten, kreative Lösungen zu finden, um gegen die Europa-Müdigkeit anzugehen.
Für die Durchführung des Design-Thinking-Workshops „Wie können wir unsere Generation für Europa begeistern?“ wurde umfangreiches Material erstellt. Damit sollen auch Lehrkräfte, die wenig oder keine Erfahrung mit dieser Methode haben, einen solchen Europa-Workshop abhalten können.
Die Schülerinnen und Schüler interviewen Gleichaltrige über ihre Haltung zu Europa. Basierend auf den Interviews entwickeln sie mithilfe von Kreativtechniken dann Lösungsvorschläge, um ihre Generation für die europäische Idee zu begeistern, und testen ihre Ideen.
Das vorliegende Lehrmaterial umfasst:
- Eine detaillierte Unterrichtsbeschreibung mit Schritt-für-Schritt-Anleitungen für jede der sechs Phasen des Workshops.
- Eine fertige Präsentation mit Anleitungen und Arbeitsaufträgen zum Zeigen während des Workshops.
- Alle benötigten Arbeitsvorlagen in druckfertiger Form.
Alle Unterlagen sind kostenfrei erhältlich auf der Webseite der Friedrich Stiftung.
Ein tieferes Verständnis für die EU
Der Design-Thinking-Workshop ist eine praxisorientierte Ergänzung des Politikunterrichts. Er stärkt die Unterstützung der Schülerinnen und Schüler für die europäische Idee. Indem diese sich aus einer neuen Perspektive mit Europa befassen, entwickeln sie ein tieferes Verständnis der EU, ihrer Institutionen und Politik. Zugleich werden die Schülerinnen und Schüler an eine neue, teamorientierte Arbeitsmethode herangeführt.
Die Schülerinnen und Schüler arbeiten selbstständig in kleinen Gruppen, um die ihnen gestellte Herausforderung zu verstehen, neue Lösungsansätze zu entwickeln, einen Prototyp zu basteln und schließlich zu testen. Sie gewinnen nicht nur neue Erkenntnisse über die EU und ihr Wirken, sondern erlernen und verbessern auch ihre persönlichen Fähigkeiten:
- Sie lernen den Umgang mit komplexen Problemen mithilfe eines strukturierten und kreativen Prozesses.
- Sie stärken ihre Fähigkeit, in heterogenen Teams lösungsorientiert zu arbeiten.
- Sie verbessern ihre Fähigkeiten, Projektarbeit und Zeit zu strukturieren.
- Sie lernen ihre eigene Kreativität neu kennen und steigern somit ihr kreatives Selbstbewusstsein.
- Sie üben sich in einer positiven Feedback- und Fehlerkultur.
Einbettung im Unterricht
Für den Workshop sind zwei Projekttage oder sechs Doppelstunden anzusetzen. Die Schülerinnen und Schüler sollten bereits grundlegende Kenntnisse über die Alltagsrelevanz, Struktur und Rolle der Europäischen Union haben.
Die Friedrich Stiftung ist eine gemeinnützige Institution mit ihrem Verwaltungssitz in Hannover. Sie verfolgt keinerlei parteipolitische oder kommerzielle Zwecke. Das Material für das Projekt „Generation Zukunft Europa“ wurde gemeinsam mit den Design-Thinking-Experten von D-Network erarbeitet.







