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Konfliktanalyse (Teil 3/7): Die Interessen der Konfliktparteien im Israel-Palästina-Konflikt

Der dritte Teil unserer siebenteiligen Konfliktanalyse behandelt die zentralen Konfliktpunkte zwischen Israelis und Palästinensern.

Um den Konflikt in seiner Komplexität und Aktualität umfassend zu verstehen, ist es wichtig, einen Blick auf die noch heute bestehenden Streitthemen zu werfen. Die Leitfrage ist hierbei „Welche Interessen haben die Konfliktparteien?“. Diese soll es unseren Schülerinnen und Schülern ermöglichen, die Komplexität es Konflikts aufgrund der unterschiedlichen Interessen aller Konfliktparteien besser zu verstehen und beurteilen zu können.

Einstieg in die Unterrichtseinheit

Der Einstieg in die Unterrichtseinheit kann mithilfe eines Frageimpulses erfolgen. Dieser greift die zentrale Frage des Konflikts: „Was wollen die beiden Konfliktparteien?“ Die Sammlung kann entweder an der Tafel oder in digitaler Form erfolgen.

Durch diesen Impuls werden die Lernenden zu einer ersten Sammlung der Interessen der beiden zentralen Akteure ermutigt. Diese sind sehr wichtig und geben Hinweise auf die große Komplexität der Situation im Nahen Osten.

Gleichzeitig wird so auch deutlich, warum es bis heute nicht zu einer Lösung des Konflikts gekommen ist bzw. warum sich eine Lösung als so schwierig gestaltet.

Die anschließende fachliche Vertiefung kann mittels des Unterrichtsgesprächs erfolgen. Die Lernenden sollen hier bereits erste Hypothesen über die unterschiedlichen Interessen der Israelis und Palästinenser entwickeln.

Erarbeitung: Wichtige Konfliktpunkte

Um die Hypothesen näher zu untersuchen, greifen die Lernenden auf die Ausarbeitung zu drei der zentralen Konfliktpunkte zurück (Kopiervorlage M1).

Es ist wichtig festzuhalten, dass es noch viele weitere Punkte gibt, in denen Uneinigkeit zwischen beiden Seiten besteht. Auch die Ereignisse des 7. Oktober 2023 und der anschließende Militäreinsatz Israels im Gazastreifen haben den Konflikt noch einmal verändert. Das vorliegende Material greift jedoch die grundlegendsten Punkte – „Frage der Staatlichkeit bzw. der Grenzen beider Seiten“, „Status Jerusalems“ und „Streit um das Rückkehrrecht“ – auf.

Es bietet sich an, hier in klassischer Einzelarbeit vorzugehen und die Aufgaben 1 und 2 anschließend im Plenum zu besprechen.
Alternativ kann von Beginn an eine gestalterische Umsetzung gewählt werden. Dazu wird eine der Möglichkeiten in Aufgabe 3 in Kleingruppen bearbeitet und anschließend im Plenum präsentiert und diskutiert. Bei diesem Weg dienen die Aufgaben 1 und 2 nur der Orientierung.

Konfliktanalyse: Vertiefung durch weitere Aspekte

Durch die Erarbeitung der zentralen Streitpunkte ergeben sich für die Lernenden neue Fragen. Zudem erkennen sie, dass die unterschiedlichen Interessen und Forderungen eine mögliche Lösung so komplex machen. Gleichzeitig nähert man sich so aber auch möglichen Lösungswegen an, da eine Lösung des Konflikts auch eine Lösung dieser zentralen Konfliktpunkte voraussetzt. Als Ergänzung kann in dieser Sequenz der Streit um den Umzug der US-Botschaft nach Jerusalem aufgegriffen werden, der unter dem US-Präsidenten Donald Trump vollzogen wurde.

Im weiteren Verlauf der Sequenz können die Informationen zu den Interessen der Akteure erneut verwendet werden, um z. B. eine Konferenz zu simulieren, in der über den Frieden beraten wird.

Ausblick: In Teil 4 der Konfliktanalyse geht es um die Mittel zur Durchsetzung der Interessen der zentralen Konfliktparteien Israel und Palästina im Konflikt.

Viel Spaß und Erfolg bei der Konfliktanalyse im Unterricht!

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Über den Autor

Autorenteam David Beckeherm und Daniel Fliesen

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