„Eine Welt – Ungleiche Welt!?” – ein Thema, das alle betrifft, aber häufig ignoriert wird. Am 29.03.2025 findet online das 17. Klett Symposium statt. Welche Maßnahmen erforderlich sind, um Ungleichheiten abzubauen und einen Aufbruch in die Zukunft aller zu ermöglichen, diskutieren die Expertinnen und Experten in vier Fachvorträgen. Seid online dabei und meldet euch kostenlos an!
Überall auf der Welt nimmt Ungleichheit zu, dies haben Expertinnen und Experten durch umfangreiche Analysen und Fakten mittels „World Inequality Report 2018“ klar aufgezeigt. Dazu zählt auch die Ungleichverteilung von Vermögen und Einkommen. Die Folgeberichte mit dem Titel „Earth For All“ des Club of Rome von 2022 (global) und 2024 (Deutschland) zeigen ebenfalls, dass Ungleichheit nicht nur soziale Spannungen verstärkt, sondern politische Machtverteilung negativ beeinflusst.
Fragen die das Bildungswesen beschäftigen:
Wie lassen sich in Schulen wissensbasierte Kompetenzen zu den Ungleichheiten entwickeln, mit dem Ziel diese global, national und lokal systemisch zu erkennen und diesen reflektiert entgegenzuwirken?
Was können die gesellschaftswissenschaftlichen Fächer dazu beitragen, damit Schülerinnen und Schüler an einer gerechteren und zukunftsfähigen Gestaltung unserer Gesellschaft und unseres Planeten mitwirken und teilhaben können?
Programm 17. Klett-Symposium 2025
Eine Welt – Ungleiche Welt!?
Die Referierenden werden das Entstehen von Ungleichheiten und deren Auswirkungen sowie Herausforderungen zum Abbau aus wissenschaftlicher und unterrichtlicher sowie fächerübergreifender Perspektive in den Blick nehmen und mit euch diskutieren.
| 9:30 Uhr | Begrüßung Dr. Volker Meyer und Christoph Rausch |
| 9:40 Uhr | Einkommens- und Vermögensverteilung in Deutschland und der Welt Dr. Charlotte Bartels, Universität Leipzig, Vertretungsprofessorin Finanzwissenschaft an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät, DIW Berlin |
| 10:35 Uhr | Globale Disparitäten lösungsorientiert angehen Prof. Dr. Thomas Hoffmann, Fachleiter Sem. Karlsruhe, Windeck Gymnasium Bühl und Hon.-Prof. Leuphana |
| 11:30 Uhr | Ungleichland: Schüler:innen entwickeln fächerverbindend Lösungen zum Abbau der sozialen Schere Christoph Otto Groß, Grace-Hopper-Gesamtschule |
| 12:15 Uhr | Mythos Bildungsgerechtigkeit? Eine lösungsorientierte Auseinandersetzung mit Bildungsungleichheit und Kinderarmut Simon Zaunbrecher, Dalton-Gymnasium Alsdorf |
| 12:55 Uhr | Abmoderation und Schlussworte Dr. Volker Meyer und Christoph Rausch |
Einkommens- und Vermögensverteilung in Deutschland und der Welt
Einkommen und Vermögen sind in allen Gesellschaften ungleich verteilt. Das Ausmaß der Ungleichheit variiert jedoch stark im Laufe der Geschichte und zwischen Ländern.
Der Vortrag gibt einen Überblick über die Entwicklung der Einkommens- und Vermögensverteilung mit Fokus auf Deutschland seit dem 19. Jahrhundert. Die Entwicklung von Einkommen und Vermögen wird zuerst im gesamtwirtschaftlichen Kontext verglichen. Danach wird die langfristige Entwicklung der Einkommens- und Vermögenskonzentration dargestellt und Gründe für die Verschiebungen in der Verteilung von Einkommen und Vermögen analysiert und diskutiert.
(Dr. Charlotte Bartels, Universität Leipzig, Vertretungsprofessorin Finanzwissenschaft an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät, DIW Berlin)
Globale Disparitäten lösungsorientiert angehen
Globale Disparitäten sind zweifelsohne als globale Herausforderung zu sehen. Als Thema sind diese ungleichen Entwicklungen, die ganz wesentlich infolge des Globalisierungsprozesses zur Fragmentierung aller Gesellschaften führen, fester Bestandteil des Geographieunterrichts, insbesondere der Beschäftigung mit dem Globalen Süden. In diesem Kontext stellt sich die Frage nach dem „Wie?“ der Unterrichtsgestaltung. Der Vortrag diskutiert daher anhand ausgewählter Beispiele, ob auch das Thema „Globale Disparitäten“ entlang des lösungsorientierten Unterrichtsansatzes angegangen werden kann.
Prof. Dr. Thomas Hoffmann, Fachleitung Sem. Karlsruhe, Windeck Gymnasium Bühl und Hon.-Prof. Leuphana
Ungleichland: Schülerinnen und Schüler entwickeln fächerverbindend Lösungen zum Abbau der sozialen Schere
Am Ende unseres GeWi-Moduls „Ungleichland“ in Jahrgang 8 präsentieren die Schülerinnen und Schüler jedes Jahr im Bundestag Lösungen, wie die Schere zwischen Armut und Reichtum in Deutschland wieder geschlossen werden kann. Doch wie organisieren wir die fächerverbindende Zusammenarbeit (GEO, GE, ETH, PO) im Team, wie gibt das Deeper-Learning-Modell uns einen didaktischen Rahmen und wie binden wir am Beispiel der Sequenz die Medienbildung ein? Darüber wird die Präsentation Auskunft geben.
Christoph Otto Groß, Grace-Hopper-Gesamtschule, Teltow (Brandenburg)
Mythos Bildungsgerechtigkeit? Eine lösungsorientierte Auseinandersetzung mit Bildungsungleichheit und Kinderarmut
Im Rahmen des Wahlpflichtkurses „Gesellschaftswissenschaften“ haben sich die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9 mit Bildungsungleichheit und Kinderarmut in Deutschland kritisch auseinandergesetzt. Am Beispiel der Kindergrundsicherung wurden dabei konkrete Lösungen diskutiert und mögliche Zukunftsszenarien entwickelt. Doch wie lässt sich das Thema im Wechsel von offenen und angeleiteten Unterrichtsformen realisieren? Wie kann das Thema aus methodischer und didaktischer Perspektive aufbereitet werden? Und wie lässt sich sensibel auf Schülerinnen und Schüler reagieren, die selbst von Bildungsungleichheit betroffen sind?“ U.a. diesen Fragen wird der Referent nachgehen.
Simon Zaunbrecher, Dalton-Gymnasium Alsdorf
Wir freuen uns über eure Teilnahme. Teilt gerne den Beitrag mit euren Kolleginnen und Kollegen!
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